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Schleswig-Holstein und Hamburg müssen enger zusammenrücken

23.06.2011

Präsentieren sich auf einem gemeinsamen Stand – von links: Norbert Leinus, Dr. Harald Schroers, Dr. Hans-Jürgen Hett, Werner Hesse.

Konkurrenz belebt das Geschäft. Dies gilt sowohl für Unternehmen wie für Wirtschaftsregionen. Bei der überregionalen Suche nach Investoren ziehen jedoch vier Wirtschaftsförderungsgesellschaften aus sechs Kreisen der nördlichen Metropolregion an einem Strang. „Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht“, sagte Dr. Hans-Jürgen Hett von der egeb: Wirtschaftsförderung Dithmarschen/Steinburg, der sich gemeinsam mit seinen Kollegen von der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Pinneberg mbH (WEP) in Tornesch, der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft WFL in Bad Oldesloe und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Herzogtum-Lauenburg auf der internationalen Immobilienmesse „Real Estate North“ im CCH in Hamburg präsentierte.
Doch Kooperation ist ein zweischneidiges Schwert - vor  allem mit Hamburg. „Es gibt es noch viele Felder, auf denen wir zusammen arbeiten können", sagte Hett im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf dem Gemeinschaftsstand. Und es gibt Kooperationen, die noch besser gelebt werden können. Auf die WindEnergy in Husum bezogen, plädierte der Geschäftsführer ebenfalls für eine lebendigere Kooperation. Hett: „Sonst droht die Gefahr, dass die Messe komplett abwandert."

Auch Michael Eckwolf, Geschäftsführer der Gewibau Nord mit Sitz in Ahrensburg, würde sich wünschen, dass Schleswig-Holstein und Hamburg enger zusammenrücken. „Die Magnetwirkung der Metropolregion wird größer - aber sie wird noch nicht so richtig gelebt." Jeder Standort habe unterschiedliche Ausprägungen - „jeder muss sich auf seine Stärken konzentrieren", ergänzte Ingmar Holst, Manager Finance der Sasol Olefins & Surfactants GmbH. in Hamburg und mit Standort in Brunsbüttel. Er ist davon überzeugt, dass Schleswig-Holstein und Hamburg von einer engeren Kooperation profitieren würden. Sasol wurde als Paradebeispiel angeführt, wie ein Unternehmen die Metropolregion leben kann. Die Zentrale ist in Hamburg, der Produktionsstandort in der Region, hier in Brunsbüttel.

Für die Wirtschaftsförderer hat sich der gemeinsame Auftritt auf einem 88 Quadratmeter großen Stand als richtig erwiesen. Über die optisch größere Präsenz wurde die Aufmerksamkeit erhöht. Dennoch gestaltete sich das Geschäft in diesem Jahr eher schwierig. Die Messe wurde von der Immobilienbranche nicht so gut angenommen. „Die internationalen Investoren halten sich zurück", so das Fazit. Unglücklich fanden die Wirtschaftsförderer zudem, dass viele Discounter auf der Suche nach Einzelhandelsstandorten vertreten waren. Eine stärke Präsenz von Projektentwicklern wäre dagegen für die Messe interessanter gewesen.

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