Baustart für den dritten Helgoländer Hafen
10.07.2012
Der Bau des Offshore-Servicehafens auf Helgoland, Deutschlands einziger Hochseeinsel, hat begonnen. Am Freitag, 06. Juli 2012, starteten offiziell die Arbeiten im Südhafengelände mit einem symbolischen Spatenstich per Knopfdruck durch den Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Frank Nägele, Helgolands Bürgermeister Frank Singer und Landrat Oliver Stolz.
Der dritte Helgoländer Hafen soll zur Service- und Betriebsstation für mehrere Offshore-Windparks ausgebaut werden. „Auf den rund 10.000 Quadratmetern werden insgesamt drei Servicegebäude mit Werk- und Lagerhallen für die Offshore-Parkbetreiber entstehen. An der Südkaje werden zusätzliche 10 Bootsliegeplätze geschaffen.“ freut sich Dr. Harald Schroers, Geschäftsführer der WEP Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Pinneberg mbH. Damit wird Helgoland die erste Insel Deutschlands, die vom Ausbau der Offshore-Windenergie profitiert.
Um alle Maßnahmen des Hafeninfrastrukturprojektes zu bündeln, haben die Gemeinde Helgoland und die WEP Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft für den Kreis Pinneberg die Hafenprojektgesellschaft Helgoland mbH (HGH) gegründet.
Bis Januar 2013 wird eine Fläche in der Größe von über acht Fußballfeldern (34.000 qm²) baureif gemacht. Zahlreiche Maßnahmen werden in den kommenden Monaten umgesetzt. Dazu zählt die Erschließung der Flächen für die Windparkbetreiber und der Bereitstellungsfläche für die Helikopter, der Rückbau von ALtflächen. Um die Erschließung der Gewerbegebiete sicherzustellen, werden zwei Straßen in das Gebiet gebaut. Außerdem wird die gesamte Fläche von Kampfmitteln geräumt. „Im März 2013 wollen wir die Flächen an die Windparkbetreiber übergeben,“ so Peter Singer, Geschäftsführer der HGH mbH . Bis Mitte 2014 wird die Südkaje auf einer Länge rund 145 Metern ertüchtigt.
Rund 120 Servicetechniker werden für die Windparkbetreiber zukünftig auf der Insel leben, dazu kommen im Dienstleistungsbereich weitere Arbeitsplätze.
„Helgoland erschließt sich einen weiteren Wirtschaftszweig neben Tourismus und Forschung“ führt Schroers im Rahmen des Festaktes aus. „Mit den neu geschaffenen Arbeitsplätzen und den steigenden Gewerbesteuereinnahmen profitiert Helgoland langfristig und nachhaltig.“

